Bund Deutscher
Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. – BDS –
Bezirksvereinigung Hildesheim

Körperverletzung

Körperverletzung (§ 223 StGB) begeht, wer einen anderen körperlich misshandelt oder an der Gesundheit beschädigt. Ein Sühneversuch ist bei der einfachen vorsätzlichen Körperverletzung auch dann notwendig, wenn sie nur versucht worden ist (§ 223 Abs. 2 StGB). 

Vorsätzliche Körperverletzung, wenn die Täterin oder der Täter weiß und will, dass sie oder er durch die Handlung eine oder einen anderen misshandelt oder an der Gesundheit beschädigt oder dies zumindest billigend in Kauf genommen wird. 

Fahrlässige Körperverletzung (§ 229 StGB), wenn die Täterin oder der Täter die Sorgfalt, zu der sie oder er nach den Umständen und nach den persönlichen Fähigkeiten und Kenntnissen verpflichtet und imstande ist, außer acht lässt und dadurch die Körperverletzung herbeiführt. 

Ein Sühneversuch ist unzulässig bei vorsätzlicher Körperverletzung, wenn 

die Körperverletzung durch Beibringung von Gift, oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen, mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeuges, mittels eines hinterlistigen Überfalls oder von mehreren gemeinschaftlich oder mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung begangen worden ist (§ 224 StGB, gefährliche Körperverletzung), 

sie durch Quälen, rohe Misshandlung oder böswillige Vernachlässigung der Sorgepflicht begangen worden ist, und zwar gegen Personen unter 18 Jahren oder wegen Gebrechlichkeit oder Krankheit Wehrloser, die der Fürsorge oder der Obhut der Täterin oder des Täters unterstehen oder ihrem oder seinem Hausstand angehören oder die die oder der Fürsorgepflichtige der Gewalt der Täterin oder des Täters überlassen hat oder die durch ein Dienst- oder Arbeitsverhältnis von der Täterin oder vom Täter abhängig sind (§ 225 StGB, Misshandlung von Schutzbefohlenen), 

die verletzte Person das Sehvermögen auf einem oder auf beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verloren hat, ein wichtiges Glied des Körpers verloren hat oder dauerhaft nicht mehr gebrauchen kann oder in erheblicher Weise dauernd entstellt worden oder in Siechtum, Lähmung oder geistige Krankheit oder Behinderung verfallen ist (§ 226 StGB, schwere Körperverletzung), 

sie den Tod der oder des Verletzten zur Folge gehabt hat (§ 227 StGB, Körperverletzung mit Todesfolge).

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